von Artus
Das Wintersemester 2025/2026 startete mit dem 125. Stiftungsfest der Cimbria Innsbruck, welches als Höhepunkt den traditionellen Festkommers am 6. September im dortigen Verbindungsheim aufwies. Das Präsid der Cimbria wurde durch unseren Senior Klee unterstützt. In seiner Festansprache ging Phil-x Dr. cer. Alexander unter anderem auf die große Herausforderung ein, Jugendliche in diesen von Kommunikationstechnik geprägten Zeiten angesichts des unüberschaubaren Freizeitangebots für das katholische Couleurstudententum zu begeistern. Erfreulich war die Anzahl der anwesenden Teutonen - neben Senior Klee und Phil-x Artus hatten sich die Bundesbrüder Gorbi, Radetzky, Metternich und Crescendo in der Cimbernbude eingefunden.
Das offizielle Teutonen-Wintersemester begann am 20. September mit der Antrittskneipe gemeinsam mit unserer Tochterverbindung Andechs in deren Verbindungsheim. Geschlagen wurde die Kneipe vom Andechs-Senior Casimir und Teutonen-Senior Klee. An Teutonen waren weiters anwesend: Phil-x Artus, Phil-xxxx Dr. Kottan, VG-Vorsitzender Dr. Idefix, Rho, Scipio, Fitt, Konfusius; xxxx Metternich, xxx Elrond, FM Helios, Radetzky, Dimitry, Crescendo und der anlässlich dieser Kneipe frisch rezipierte Krassfuchs Wurzl.
Die Stimmungslage bei der gut besuchten Kneipe war exzellent, mehrere Gäste anderer Verbindungen sorgten für Farbenvielfalt in der Corona.Wie es dazu gekommen ist, dass Metternich plötzlich Teile eines zerbrochenen Stuhls in Händen hielt, konnte im Nachhinein nicht mehr eindeutig geklärt werden.
Fotos Artus
Der nächste Anlass, zu dem unsere Chargierten - x Klee, FM Helios und Solo - ausrückten, war das 30. Stiftungsfest der Veldidena Innsbruck am 27. September, welches nach Festmesse in der Pfarrkirche St. Nikolaus mit dem Festkommers in der Villa Blanca mit hoher Besucheranzahl gefeiert wurde. An Teutonen gesehen wurden weiters Phil-x Artus, Dr. Fatty, Hägar, Rho, Fü, xxx Elrond, Radetzky, Einstein sowie Peppone (nebst Gemahlin - die engagiert dafür sorgte, dass unsere Chargierten und auch sonstige hungrige Bundesbrüder nicht darben mussten - und Tochter „Radieschen“).
Fotos Artus, Fotobox
Weiter ging die Reise durchs Wintersemester nach Vahrn zum Törggelen am 11. Oktober. Südtirolreferent Flavius bewies, dass er hierfür bestes Organisationstalent besitzt. Trotz Einspurigkeit der Lueg-Brücke wurde unsere Südtirolfahrt nicht eingebremst, das Ziel wurde pünktlich erreicht. Nach einer Fahrt mit gut gelaunten Reisegästen fand in der malerischen Kirche zum Hl. Georg in Vahrn eine von Radetzky gestaltete Andacht statt. Nach einer kurzen Wanderung am Vahrner See fanden sich die Südtirolreisenden im Gasthaus zum See ein. Bei Gesang und bester Laune konnte man das wunderbare mehrgängige Törggele-Menü genießen. Die Qualität der Speisen, Getränke und des Service wurde allseits gelobt. Pünktlich ging es danach wieder zurück nach Innsbruck.
Fotos Artus, Klee
Ein äußerst ungewöhnlicher Programmpunkt war - nach Besuch des Großen Zapfenstreichs am Landhausplatz - die Planwirtschaftskneipe am 25. Oktober. Rote Fahnen und Propagandamaterial aus den Zeiten der UdSSR und der DDR auf der Teutonenbude??? Was sollte das bedeuten? Keine Sorge, den Prinzipien unserer Verbindung ist kein Leid geschehen. Mit durchdachtem parodistischem Anspruch wurde die Corona in vergangene Zeiten des realen Sozialismus zurückversetzt, auch das Liedmaterial der Planwirtschaftskneipe war dem Rahmen angepasst. Unter den Anwesenden fanden sich so auch hochdekorierte uniformierte Angehörige der Schichtaufsicht und Pelzmützenträger. Gefinkelte Seitenhiebe auf dieses unsägliche Gesellschaftssystem sorgten für Überraschung und Abwechslung. Eine wahrscheinlich nie wieder zu erlebende Sensation war ein rote Fahne-schwingender Radetzky. Nach der Kneipe war genug Gelegenheit, das Erlebte an der Bar nachzubesprechen.
Fotos Artus
Der Höhepunkt des bisherigen Wintersemesters war naturgemäß das 149. Stiftungsfest, welches exakt am 149. Geburtstag unserer Mutter Teutonia am 22.11.2025 gefeiert wurde. Im Sinne des traditionellen Ablaufs zelebrierte unser Verbindungsseelsorger Felix die Stiftungsfestmesse im Kirchlein St. Bartlmä. Thales zeichnete wieder für die Organisation der Messe verantwortlich. Im Anschluss, beim gemeinsamen Abendessen im Stindlsaal des „Bierstindl“, fanden sich wieder viele Bundesbrüder und Gäste ein. Das Stiftungsfest ist ein wunderbarer Anlass, zu dem sich auch Bundesbrüder „aus der Ferne“ gerne einfinden. Der Stiftungsfestkommers im Theatersaal war bestens besucht und wies ein umfangreiches Programm auf: eine Burschung (Solo), vier Philistrierungen (Tullius, Leonidas, Radetzky und Metternich) und die Verleihung des Pro fide-Bandes an unseren hochverdienten Bbr. Caesar. Vom an Lebensjahren jüngsten Mitglied (Fuchs Crescendo) bis zum ältesten Mitglied (Dr. Brosler) waren alle Altersstufen an Teutonen vertreten. Trotz der vielen Programmpunkte schlug Senior Klee seinen - von vielen sehr gelobten - ersten Festkommers sehr stringent und mit Humor. Bbr. von Tschurtschi kam in seiner Festrede auf die aktuellen Kapriolen in unserer politischen und Medien-Landschaft zu sprechen. Die Burschungsrede für Solo wurde von seinem Leibbursch Metternich sehr persönlich gehalten. Metternich hat damit seinen bislang letzten Leibfuchsen in den Burschensalon begleitet. Phil-x Artus betonte in seinen Philistrierungsansprachen die große Verbundenheit der Neo-Philister mit unseren - in die Zukunft weisenden - Prinzipien, erwähnte deren Bereitschaft, Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen, und fand für jeden der neuen Alten Herren persönliche Worte. Ein Höhepunkt war die Verleihung des Pro fide-Bandes an unseren Bbr. DI Klaus Ortner-Thurner v/o Caesar. Dieser hat in den vergangenen Jahrzehnten unzählige Male seine besondere Verbundenheit mit seiner Teutonia unter Beweis gestellt, seine Verbindung stets sehr großzügig und tatkräftig unterstützt, und dieser damit außergewöhnliche Verdienste erwiesen. Um diese entsprechend zu honorieren, wurde vom General-Burschenconvent die Verleihung dieser hohen Auszeichnung Teutoniae beschlossen. Bbr. Attila hielt eine außergewöhnliche Laudatio: Zum ersten Mal in der Geschichte unserer Verbindung wurde eine Laudatio mit der Wiedergabe eines „Straßenfegers“ aus der Hitparade der 1980er-Jahre eingeleitet - „Bruttosozialprodukt“ von „Geier Sturzflug“. Aufbauend auf diesem zynischen Text zum Wirtschaftswachstum dieser Jahre aus dem letzten Jahrhundert leitete Attila zum - oftmals fehlenden - Leistungsverständnis der Gegenwart über. Bbr. Caesar fand lobende Worte sowohl für die Festrede von Bbr. von Tschurtschi, als auch für die Laudatio von Bbr. Attila.
Wie üblich, wurde im Anschluss an den Festkommers in unserem Verbindungsheim weitergefeiert. Auch Bundesbrüder, welche das Leben außerhalb von Tirol geführt hat, fühlten sich auf Anhieb auf ihrer „Bude“ wohl, für regen Austausch war gesorgt. Und wohl jeder richtete den Blick schon Richtung 150. Stiftungsfest, welches im Herbst 2026 begangen wird.
Fotos Dr. Fatty, Artus, Klee
Als traditioneller Bestandteil der Adventzeit ließ die Krambambulikneipe am 13. Dezember den Hl. Nikolaus - leicht verspätet - auf der Bude erscheinen. Der Nikolaus war etwas verstimmt, musste er für diesen Anlass doch extra seinen Erholungsurlaub auf den Bahamas unterbrechen. Sein finsterer Begleiter - der riesige Krampus - zeigte sich auch nicht gerade begeistert, war er doch aus seinem Urlaubsdomizil Las Vegas angereist, um noch einmal Nikolaus- und Krampusstimmung auf die Bude zu bringen. Begleitet vom „Tempus edendi“ mit Erdnüssen und Mandarinen schlug der Hl. Nikolaus sein (eher in Rot gehaltenes) „Goldenes Buch“ auf, um über die Aktivitas zu urteilen. Senior Klee erfuhr Komplimente ob seines eleganten Kleidungsstils, hörte aber auch humorvolle Kritik, da er beim Festkommers Dr. Tell versehentlich als „Heinz Fischer“ begrüßt hatte - und zweifellos kein gleichnamiger ehemaliger Spitzenpolitiker und Bundespräsident zu diesem Anlass zu Teutonia gefunden hatte. Dieser sehr spezielle Nikolaus hatte auch kein Problem mit der stattgefundenen Planwirtschaftskneipe und lobte diese in höchsten Tönen. Als nächste Spitzencharge bekam Fuchsmajor Helios ein bisschen Fett ab. Der Nikolaus beanstandete dessen letzte durchgeführte Rezeption bezüglich der Adjustierung und der Formel. Schriftführer Elrond kam als nächstes dran. Ihm wurden zwar auch ein gepflegtes Äußeres und eine gewissenhafte Erfüllung seiner Aufgaben, aber auch ein Hang zum zu frühen Schlafengehen - auch beim Pennälertag - attestiert. Buden- und Barwart Dimitry kam auch nicht ungeschoren davon und wurde zwar für seinen Einsatz grundsätzlich gelobt, ob seines Hangs zu flexiblen Zeitbegriffen aber gescholten. Fuchs Crescendo fand im Wesentlichen das Wohlwollen des Nikolaus, vor allem weil er sehr engagiert - und zudem ein ausgezeichneter Klavierspieler - ist und uns auch schon einen Fuchsen „vermittelt“ hat, aber es gab auch tadelnde Worte. Jeweils wurde der Krampus aktiv und wendete die äußerst unzeitgemäße Strafe der (zum Glück eher symbolischen) körperlichen Züchtigung an. Sogar vor unserem verdienten Dr. Kottan, der es wagte, sich spöttisch über den Krampus zu äußern, machte dieser Unhold nicht Halt. Als dieses Gespann die Bude verlassen hatte, konzentrierte sich die Aufmerksamkeit naturgemäß auf das der Kneipe namengebende Getränk und dessen Schöpfer, den Magister Krambambuli Wolf. Dieser schöpfte aus dem Vollen und zeigte seine jahrelange Erfahrung im Brauen dieses köstlichen Saftes. Vom Führungsberater Flavius assistiert, generierter Wolf wieder einen Krambambuli, der alle Anwesenden überzeugte. Heiss begehrt waren die mit diesem schmackhaften Nektar abgefüllten Flaschen, die sofort vergriffen waren.
Fotos Artus
Am 19. Dezember fand noch der traditionell von unserer Verbindung unterstützte Aufbau der Weihnachtskrippe in der Spitalskirche statt. Und alle warten bereits erwartungsvoll auf den Dreikönigskommers v/o Neujahrskommers, der dieses Mal bereits am 3. Jänner 2026 im Verbindungsheim stattfinden wird - mit der traditionellen „Bestl-Verlosung“.
